Wir zogen weiter ins Ötztal, wobei sich die Schwierigkeit auftat, dass die Campingplätze allesamt ausgebucht waren und für maximal eine Nacht ein Platz zum Angebot stand. Da wir jedoch ein wenig mehr Tage brauchten, zogen wir bis hinab nach Sölden und konnten dort einen Platz erhalten, der hygienisch einwandfrei war, wenn wir auch aus Gründen des Angebots vs. Nachfrage zwischengeschoben wurden. Großzügig wurde uns ein Rabatt gewährt. Die angrenzenden Bauarbeiten konnten getrost ignoriert werden. Wir sollten uns ja in den Bergen aufhalten und bei unserer Rückkehr war der dortige Feierabend längst eingeläutet.

Mit Ausnahme zweier Tage, an denen nachts das Quecksilber auf sechs Grad absank und dem andauernden Regen für 48 Stunden getrotzt werden musste, entschädigte uns das Ötztal mit aussichtsreichen Erlebnissen.

Zum Gaislachkogl und zum Rotkogl, dem Giggijoch, vom Rettenbachgletscher zum Tiefenbachgletscher durch den „Rosi-Mittermeier-Tunnel“ oder eine unanstrengende Tour über die Hängebrücke in Längenfeld – soweit uns die Füße trugen, zogen wir durch das touristisch ausgezeichnet erschlossene Gebiet, nutzten diesmal Gondeln zur Auffahrt und marschierten auf gut ausgezeichneten Wegen talabwärts, immer die Hunde dabei, täglich bis zu 18 km oder acht Stunden inklusive Jausenzeiten auf eine der zahlreichen Almen. Das Essen war bekanntermaßen köstlich und schmeckt nach derlei Anstrengungen gleich nochmal so gut.

Neben Blasen an den Pfoten und durch das chronische bergabwandern hervorgerufene Knieschmerzen, blieben wir von ganz großen Katastrophen verschont. Manch einem Bergwanderer oder -kletterer konnte nur die Bergwacht retten, der Anzahl der an- und abfliegenden Hubschrauber an manchen Tagen nach zu urteilen.

Alle Touren zum Nachwandern:

Scharnitz-Möslalm-Gleirschklamm

Gaislachkogl-Sölden

Längenfeld -Hängebrücke

Sölden Mittelstation-Rotkoglhütte-Hochsölden-Leiterberg Alm-Sölden

Tiefenbachgletscher-Heide Alm-Sölden

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