Vergiftungen

Bei Vergiftungen ist es für den Hundebesitzer sehr schwierig eine richtige Diagnose zu stellen. Helfen kann in jedem Fall nur der Tierarzt!

Unklare Vergiftung

Anzeichen
starkes Erbrechen, starker Speichelfluss
starke Reizung der Augen- oder Mundschleimhaut
starker Durchfall
Zittern, Schwäche, Kreislaufkollaps, Krämpfe
Blut im Erbrochenem, Stuhl oder Urin
Blaufärbung der Zunge, Atemnot

Maßnahmen
aufbewahren einer Probe des Giftes (Inhaltsstoffe auf Beipackzettel, Produktbeschreibung) bzw. des Erbrochenen
geben Sie Ihrem Hund Kohletablette (absorbiert kurzfristig einen Teil des Giftes)
falls er keine Krämpfe hat, lassen Sie ihn soviel Wasser trinken wie er will, aber geben Sie ihm kein Wasser ein
versuchen Sie ihn immer nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt zum Erbrechen zu bringen
keinesfalls dem Hund eine Maulschlaufe anlegen

Rattengift / Dicumarolvergiftungserscheinungen treten erst 3-5 Tage nach der Giftaufnahme auf. Der Hund wird schlapp, blutiger Speichel und blutiger Urin bzw. Kot. Durch den Wirkstoff wird die Blutgerinnung aufgehoben, dass heißt der Hund verblutet an kleinsten Wunden. Der Tierarzt wird Vitamin K1 als Gegenmittel einsetzen. Bei rechtzeitiger Behandlung sind die Aussichten relativ gut.

Thalliumvergiftungserscheinungen setzen erst sehr spät ein. Die Haare gehen büschelweise aus, er erbricht manchmal, Durchfall und Ausschlag. Langwierige Behandlung.

Schneckenkorn. Uncharakteristische Symptome wie Unruhe, Erbrechen und Krämpfe. Heftiger Verlauf.

Säurevergiftung. Starker Brechreiz, starke Reizung der Rachenschleimhaut, Kaffeesatzerbrechen, Kreislaufkollaps

Kein Erbrechen provozieren, da hierbei nochmals die Speiseröhre verätzt würde. Vorsicht bei der Wasseraufnahme, diese kann zum Erbrechen führen.

Laugenvergiftung. Starkes Erbrechen, glasige Veränderung der Speiseröhre, bräunliches Erbrechen, Kreislaufkollaps. Kein Erbrechen provozieren, ev. Kohletabletten.

 

Magendrehung

Bei einer Magendrehung dreht sich der Magen um seine eigene Achse, sein Inhalt kann sich nicht mehr in den Dünndarm entleeren. Gase sammeln sich an und können nicht mehr entweichen. Der Magen drückt auf die anderen Organe, es entsteht Atemnot. Die untere Hohlvene, welche das Blut zum Herzen zurücktransportiert, wird zudem abgedrückt.

Bei einer Magendrehung müssen Sie mit ihrem Hund sofort zum Tierarzt, es besteht akute Lebensgefahr!

Anzeichen
geblähter Bauch
Erbrechen bzw. erfolgloses versuchtes Erbrechen
schnelle, flache Atmung
leidender, ängstlicher Gesichtsausdruck
Schock
Kreislaufkollaps
starkes hecheln
Unruhe

Verbrennungen

Maßnahmen
wenn die Haut noch intakt ist, spülen Sie die Wunde mit kaltem Wasser ab
legen Sie eine kühlende Kompresse auf die Wunde
wenn die Haut geschädigt ist, decken Sie die Wunde nur mit einem sauberem Tuch ab

 

Hitzschlag

Maßnahmen
senken Sie die Körpertemperatur des Hundes
bringen Sie ihn in den Schatten
falls Wasser vorhanden ist, kühlen Sie ihn vorsichtig aber intensiv ab. Wenn Sie ihn ins Wasser führen, achten Sie darauf, dass Sie seinen Kopf stützen (er könnte immer noch zusammenbrechen) Keinesfalls eine Schockbehandlung, indem Sie ihn ins Wasser werfen.
kühlen Sie ihn solange, bis es ihm wieder besser geht
geben Sie ihm reichlich zu trinken
massieren Sie seine Extremitäten

 

Transport von verletzten Hunden

Muss der Hund transportiert werden, lässt man ihn, wenn es möglich ist, selber laufen. Wenn das nicht geht, muss er vorsichtig getragen werden. Die Verletzung sollte nicht der tragenden Person zugewendet sein. Vermutet man Brüche der Gliedmaßen oder Beckenbrüche, lässt man die Gliedmaßen hängen.

Bewusstlose Hunde müssen immer in Seitenlage transportiert werden. Bei Kreislaufschockzustand muss der Kopf des Tieres tief und der hintere Körper hoch gelagert werden. Besteht Atemnot, sollte der Kopf des Hundes hoch gelagert werden.

 

“Schlafende Hunde soll man nicht wecken“

Man sollte dies in der Tat wörtlich nehmen, denn ein schlafender Hund verlangt von seinem Menschen ein „neutrales Verhalten“ er will nicht beachtet werden. Ein schreckhaftes Erwachen kann hier zum vorprogrammierten Unfall führen. Häufig wird ein solcherart häufiger geweckter Hund auch misstrauisch gegenüber Kindern.

Kein anderes Haustier kann seine Wach- und Schlafzeiten so gut auf den Menschen abstimmen, wie der Hund.

Das Ruhebedürfnis eines Hundes kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein, meistens bezogen auf die Gewohnheiten seiner Familie. Da er aber deutlich mehr Schlaf als ein Mensch benötigt, verfällt er tagsüber oftmals in ein Nickerchen.

Zieht sich der Hund auf seinen Schlafplatz zurück, so muss er dort unbedingt in Ruhe gelassen werden. Ein Rückzugspunkt steht ihm in jedem Fall zu.

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