In erster Linie versuchen wir unsere Hunde durch eine ausgewogene Nahrung, viel Bewegung bei Wind und Wetter sowie einer geistigen Auslastung in Form von Spielen, Such- und Fährtenarbeiten, Disziplinübungen und jagdlicher Ausbildung sowie Agility bis hin zu kleinen Fahrradtouren mit und ohne Leine in mäßiger Geschwindigkeit, körperlich und geistig fit zu halten. Leider lässt es sich jedoch nicht in jedem Fall vermeiden, mit Krankheiten konfrontiert zu werden, denen man in aller erster Linie mit Besonnenheit begegnen sollte. Eine Magenverstimmung oder gelegentliche kurzfristige Futterverweigerung kann durch verschiedentliche Umstände hervorgerufen werden und muss nicht in jedem Fall eine ernsthafte Bedrohung darstellen.

Wichtig ist es uns, durch eine sorgfältige Allgemeinanalyse den Gesundheitszustand zu prüfen. Dazu gehört auch die regelmäßige Kontrolle des Stuhls, des Gewichts, der Agilität und der Futter- und Wasseraufnahme, der Durchblutung des Zahnfleisches und Lidbindegewebes, Puls- und Temperaturmessungen. Gleichermaßen regelmäßig werden die Zähne kontrolliert und geputzt. Ein Ritual, das einem bereits schon nach kurzer Zeit in Mark und Bein übergeht. Dadurch lassen sich Abweichungen leicht feststellen und im Erfordernis schnell mit unserem Tierarzt besprechen.

Soweit möglich und erforderlich greifen wir bei der medizinischen Behandlung auf homöopathische Mittel zurück. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Hunde recht schnell und zuverlässig auf die Medikation ansprechen, ohne den Körper zu belasten. So erhalten unsere Hunde zur Vorbeugung und Stärkung des Immunsystems zweimal jährlich eine 10-tägige Globulinkur mit Echinacea, vorzugsweise im Frühjahr und im Herbst. Erfahrungsgemäß ist das Infektionsrisiko zu diesen Jahreszeiten in Gegenden mit einer hohen Hundepopulationsdichte am größten.

Was ist Homöopathie?

Die Homöopathie ist eine Therapiemethode die seit über 200 Jahren besteht. Entwickelt wurde sie von Samuel Hahnemann, einem Arzt und Apotheker. Richtig angewendet wirkt die Homöopathie schnell, sicher und sanft. Dabei ist sie frei von Nebenwirkungen, wie wir sie von konventionellen Arzneimitteln kennen.

Umgang mit homöopathischen Arzneimitteln

Alle homöopathischen Arzneimittel dürfen nur in Apotheken verkauft werden. Sie werden nicht nur durch homöopathische Ärzte und Heilpraktiker verschrieben, sondern sind auch ohne Rezept erhältlich. Wer nicht über Erfahrungen in der homöopathischen Selbstmedikation verfügt, kann sich an folgende Dosierungsempfehlung halten. Es kann allerdings durchaus vorkommen, dass erfahrene Therapeuten im Einzelfall aufgrund besonderer Umstände von dieser Richtlinie abweichen.

Richtig einnehmen

Die Darreichungsformen (Dilutionen, Globuli und Tabletten) wirken vor allem über die Mundschleimhaut. Deshalb lässt man sie am besten langsam auf der Zunge, beim Hund in den Lefzen, zergehen – eine halbe Stunde vor oder nach einer Mahlzeit. Die Dosierung – also die Menge und Häufigkeit der Einnahme – hängt weitgehend von der Reaktionsfähigkeit des Körpers, von der Schwere des Krankheitsbildes und vor allem von der Potenz des Arzneimittels ab. Futter oder Wasser sollten nach der Gabe des Globulins in der nächsten halben Stunde entfallen, damit die Wirkstoffe durch die Schleimhaut vollständig aufgenommen werden können.

Dosierung für Hunde:

Aufgelöst ins Trinkwasser oder direkt in die Lefzen. Tabletten werden zerpulvert und aufgelöst.
Achtung, die Tropfen enthalten bis zu 70% Alkohol.

Für mittelgroße Hunde:

5-8 Tropfen Dilution (alkoholische Verschüttelung) oder
1 Tablette oder
5 Globuli oder 1 Meserspitze Trituration (entsteht durch Pressen der Verreibung).

Hunde großer Rassen: erhalten 10 Tropfen Dilution oder 8 Globuli.

Kleine Hunde oder Welpen: erhalten nur eine viertel oder halbe Dosis.

Generell sollte die Einnahme homöopathischer Medikamente reduziert werden, sobald sich der Krankheitszustand bessert. Nach der Genesung sollte das Arzneimittel abgesetzt werden.

Die Trägerstoffe

Die Trägerstoffe unserer homöopathischen Arzneien sind natürlichen Ursprungs: Alkohol-Wasser-Gemische in Dilutionen, Rohrzucker (Saccharose) in Globuli, Milchzucker (Laktose) in Tabletten.

Erfahren Sie auf der nächsten Seite mögliche Behandlungseinsätze homöopathischer Mittel.

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