Grundsätzlich ernähren wir unsere Hunde roh. Rohfleischfütterung, oder BARF, entspricht nach unseren Vorstellungen der natürlichsten Form der Ernährung eines Caniden zu denen unsere Dackel zweifelsohne gehören. Schauen Sie sich einmal die Zähne Ihres Hundes an und stellen Sie sich dabei die Frage, wieviel Mahlzähne ein solcher Fang hat?

Man findet mannigfaltige Ernährungskonzepte, die einem diese Form der Fütterung näherbringen sollen. Manche sind leicht umzusetzen, mache wiederum unverständlich und kompliziert verpackt, so dass einem der Spaß vergehen kann, überhaupt mit einer gesunden Ernährung zu beginnen. Doch gerade das sollte einem nicht aus dem Konzept bringen das beste für seinen Begleiter zu tun.

Am Anfang stand daher die Überlegung, was braucht wer, wieviel wovon und in ausreichender Menge für welche Form der Aktivität? Wie können diese Mengen an Zutaten gelagert oder frisch erworben werden? So sind wir im Laufe der Jahre dazu übergegangen, in der Hauptsache Rind und Geflügel in allen Varianten mit Blut, Innereien, Knochen und Knorpel zu verfüttern und diesem in verschiedenen Variationen Obst, Gemüse, Salate und Reis beizumengen. Regelmäßige Blutuntersuchungen unserer Vierbeiner weisen auch nach Jahren optimale Werte auf. Erkrankungen, die früher in schönster Regelmäßigkeit auftraten, gehören mittlerweile der Vergangenheit an.

Unsere Welpen werden ebenso von Anfang an roh ernährt und erhalten bereits in den ersten Wochen parallel zur Muttermilch Rohkost, wobei wir hier darauf achten, dass die wachstumsbedingten Mengen an das jeweilige Alter angepasst werden.

Und wenn es dann doch mal Trockenfutter sein muss, dann bitte qualitativ hochwertig

Beim Trockenfutter gibt es vielerlei Futtersorten, die man auf dem Markt erwerben kann. Nicht immer kann man auf sie verzichten. Ich denke da vor allem an Reisen und Urlaub und mehrtägigen Wanderungen, dort, wo es schwierig wird, Rohkost in den erforderlichen Mengen mitzunehmen. Einige der industriellen Futtersorten mögen gut, andere weniger gut sein. Einige von ihnen sind auffällig günstig, andere wiederum extrem teuer. In vielen Fällen unterscheiden sich die Futtersorten jedoch wenig voneinander. Sie alle sind hübsch verpackt und nach dem gesetzlichen Standard mehr oder minder gut gekennzeichnet.

Vielfach ertappte ich mich dabei, die Futtersorten, die Inhalts-, Vitamin- und Mineralstoffe sowie Spurenelemente miteinander zu vergleichen und testete das eine oder andere auch aus. Leider allzu häufig mit dem selben Ergebnis:

die Futtermengen waren hoch,
der Fleischanteil im Verhältnis zum Getreideanteil zu niedrig,
die Verstoffwechslung klappte in den meisten Fällen nicht zufriedenstellend,
die Hunde waren zumeist hyperaktiv.

Wenn es also Trockenfutter sein muss, weil Umstände es erforderlich machen, dann greifen Sie bitte zu hochwertigen Futtersorten. Das heißt, der Trockenfleischanteil und tierische Nebenprodukte sollten immer an Anfang der Inhaltsangaben stehen. Erst danach sollten, wenn überhaupt erforderlich, Getreide, Fette und Öle aufgeführt sein. Chemische Zusatzstoffe sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Auf Salze als Zusätze zur Haltbarkeit oder ähnliche Mittel, können Sie grundsätzlich verzichten.

Es ist und bleibt allerdings eine Sisyphosarbeit den goldenen Mittelweg zu finden.

Einen guten Leitfaden bieten die Angaben zu den Fütterungsmengen pro Körperkilogewicht. Je größer die angegebene Tagesration ist, umso offensichtlich minderwertiger ist das Futter. Der Gesetzgeber gibt vor, die Menge Futter anzugeben, die erforderlich ist, damit der Hund mit allem ausreichend versorgt ist.

Bleiben Sie wachsam.